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Unsere Türen

Bild von Nino Carè auf Pixabay

Schreibwettbewerb der „Heimfelder Schreibwerkstatt“ – ein Einblick in die Corona-Phase am Ebert

Auch in diesem Jahr haben mehrere unserer Schüler am Schreibwettbewerb der „Heimfelder Schreibwerkstatt“ teilgenommen und konnten die Jury begeistern. Thema in diesem Jahr war „Die Tür“. Zu den Gewinner zählen Nikita Ustinow und Jona Thrän aus der 5T2. Sie haben sich in Ihren Texten mit der Corona-Situation beschäftigt und jeweils ein kleines Zeitzeugnis verfasst. Wir gratulieren Ihnen und den anderen Gewinnern und wünschen viel Spaß beim Lesen!

Jan Reteike



"Unsere Türen"

Es gibt viele Türen in verschiedenen Formen, Farben, Materialien und Größen. Es gibt kleine und große Türen, hohe und niedrige. Türen erfüllen eine wichtige Aufgabe, denn sie öffnen und schließen den Eingang.

Der Innenhof des Friedrich-Ebert-Gymnasiums. Foto: privat.

Aber ich will von ganz bestimmten Türen erzählen, nämlich von den Türen in meinem Gymnasium. Diese Türen sind Brüder und Schwestern, weil sie nach der Renovierung alle gleichzeitig eingebaut wurden. Nur eine Tür ist die alte geblieben und am wichtigsten, nämlich die Eingangstür. Sie ist groß, hat schöne Muster und ist sehr rostig. Sie langweilt sich oft, weil man sie nur morgens öffnet und abends schließt. Sie ist sehr alt und kennt alle Schüler, die hier mal gelernt haben.

Die strengste Tür ist die des Direktors. Sie weiß alles darüber, wie man eine Schule organisiert, und denkt oft: „Eigentlich bin ich die Direktorin…“ Die allerschlausten Türen sind die Oberstufentüren. Sie wissen alles und können alles. Besonders dick sind die Cafeteriatüren. Sie mögen es, wenn alle viel essen und trinken! Die allerpfiffigste Tür ist die Toilettentür. Sie weiß Bescheid über alle Schwänzer, die nicht mitmachen wollen.
Die allersportlichste Tür ist die Sporthallentür. Sie kennt alle Turnübungen am besten. Die allerwildeste Tür ist die vom Gymnastikraum. Sie ist so wild, dass sie den Schülern manchmal an die Nase klatscht, wenn man sie öffnet. Die hilfsbereiteste Tür befindet sich im Untergeschoss. Sie sieht jeden, der Hilfe braucht…

Meine Lieblingstür ist meine Klassentür. Wir haben uns an meinem ersten Tag in dieser Schule kennengelernt und sofort angefreundet. Jeden Tag begrüßt sie mich. Das klingt so: „krrrk, krrrk.“

Bild von Arek Socha auf Pixabay

Alle Türen fragen sich jetzt: „Wo sind bloß die Kinder hin?“ Seit Montag befinden sie sich im Stillstand. Sie wissen nicht, dass Coronazeit ist. Liebe Türen, bleibt bitte ruhig! In kurzer Zeit kommen alle Kinder gesund zurück und dann wird alles wieder wie vorher.
Nikita Ustinow, 5T2

Das Lesenacht-Team gratuliert herzlich und wünscht dem wunderbaren Text viele Leser*innen! Den Beitrag von Jona könnt ihr in einem weiteren Blogpost lesen.

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